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Rund 100 Gäste konnten Verbandsdirektor Thomas Eble und Landrat Klaus Pavel am 18. März zum Fahrdienstreffen im Landratsamt in Aalen begrüßen. Wie bereits in den letzten Jahren, hatte der Regionalverband Ostwürttemberg im Rahmen des Projekts KOMOBIL2035 alle Fahrdienste der Region zu einem Informations- und Austauschtreffen eingeladen.

IMG 3294Die Vertreter der 35 ehrenamtlichen Mobilitätsangebote der Region Ostwürttemberg nutzten die Gelegenheit, um dem Landesverkehrsminister ihre Anliegen vorzutragen. Winfried Hermann kam zum Treffen der Fahrdienste, um über die Verbindung von Ehrenamt und Mobilität im Ländlichen Raum zu sprechen. Er versprach über eine Ausweitung der Verwaltungskostenpauschale nachzudenken, die bisher nur von vollöffentlichen Verkehren, wie Bürgerbussen, in Anspruch genommen werden kann. Die meisten Fahrdienste bieten ihre Dienste nur für bestimmte Personengruppen, z.B. Senioren an und können die Pauschale deshalb nicht nutzen.

Minister Hermann betonte aber, dass auch die Kommunen und Landkreise ihren Beitrag zur Unterstützung der Fahrdienste leisten müssen. Nicht nur finanzielle Hilfen, auch hauptamtliche Unterstützung sei gefragt, um Ehrenamtliche zu entlasten. Schließlich wolle ein ehrenamtlicher Fahrer nicht abends auch noch Verwaltungsaufgaben übernehmen.

IMG 3285Das Projekt KOMOBIL2035 wurde vom Verkehrsminister als gutes Beispiel dafür genannt, wie Fahrdienste unterstützt werden können. Die ehrenamtlich getragenen Mobilitätsangebote in der Region seien eine notwendige und gute Ergänzung, dort wo der ÖPNV nicht mehr funktioniere. Im Netzwerk von ehrenamtlichen, kollektiven aber auch öffentlichen Nahverkehrsangeboten zeigt das Projekt Kooperationsformen auf und stellt die Beratung von engagierten Bürgern und Kommunen, die neue Verkehrsangebote eröffnen wollen, in den Mittelpunkt. Durch KOMOBIL2035 haben die Ehrenamtlichen einen Ansprechpartner, der bereits bestehende Mobilitätsinitiativen unterstützt und Kooperationen untereinander anregt. Bedarf sieht Hermann auf dem Land aber nicht nur bei Mobilitätsangeboten. Auch weitere Einrichtungen der Daseinsvorsorge wie Ärzte, Apotheken, ein Dorfladen oder die Erhaltung einer Gaststätte müssten Unterstützung erfahren.